Aus dem Leben

Berichte und Updates aus meinem Leben
19
September 2016

Kindheitstraum Olympische Spiele

Einen Monat ist er nun schon wieder her – der Tag auf den ich fast mein gesamtes (sportliches) Leben hingearbeitet habe: Der Marathon bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro. Viele von euch werden es vielleicht im Fernsehen verfolgt haben, manche ja sogar vor Ort.

Es war ein Tag wie ich ihn mir vorgestellt, ja sogar gewünscht habe. Nicht die konkrete Platzierung oder Zeit, sondern der Wunsch mein absolviertes Training am Tag-X abrufen zu können und das Letzte aus sich heraus zu holen. Besonders letzteres hat ziemlich gut geklappt wie man ja bei meinem Zieleinlauf sehen konnte…

Mit der Aufholjagd von über Platz 120 auf Platz 55 im Ziel und meiner Zeit von 2:18:56h unter den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen in Rio de Janeiro bin ich so zufrieden, wie man nur sein kann. Man vergisst zu gerne, dass die 155 sich am Start befindenden Athleten das Beste sind, das jedes Land der Welt aufzubieten hatte.

Eine Frage, die ich die letzte Zeit nicht nur häufig in Interviews gehört habe ist natürlich:
„Und was jetzt? Wie geht es weiter (wenn man sich seinen Kindheitstraum erfüllt hat)?“

Ich weiß es ehrlich gesagt noch nicht genau, lasse derzeit einfach vieles auf mich zukommen. Klar, inzwischen habe ich wieder mit leichtem Training begonnen – nicht, weil ich auf ein konkretes Ziel hinarbeite, sondern einfach, weil mir das Laufen Spaß macht und ich es nach drei Wochen vermisst habe.
Und natürlich stehen die nächsten Wochen noch Gespräche mit Partnern und Sponsoren an, die nicht unerheblich über meine sportliche Zukunft entscheiden werden.

Klar ist für mich: Ja, eines meiner ganz großen persönlichen „Life-Time-To-Do’s“ konnte ich abhaken. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb macht mir der Sport derzeit so viel Freude wie lange nicht mehr (oder vielleicht sogar noch nie). Das liegt zum einen sicherlich an der für mich nach wie vor neuen & aufregenden sportlichen Herausforderung „Marathon“ – mit bislang erst drei Marathonstarts bin ich sicherlich noch irgendwo Novize wenn man so will – zum anderen aber zweifellos auch an den Nebenterminen, die im vergangen Jahr dazugekommen sind. Dass ich eher ein kommunikativer Typ bin dürfte wohl bekannt sein.
Es macht mir einfach Spaß mit Menschen zu tun zu haben und neue Leute kennen zu lernen.

Die ein oder andere Weggabelung im Labyrinth des Lebens liegt sicherlich vor mir. Sich deshalb den Kopf zerbrechen? Nein. Einfach fallen lassen und schauen was kommt! Das Leben ist spannend und darüber bin ich froh.

In diesem Sinne,

Euer
Philipp

Gemeinsam genutzt
1 Kommentar

Schön geschrieben Philipp! Ich wünsche dir das du auf dieser Woge des Glücks deine bevorstehenden Aufgaben mit noch mehr lockerheit bewältigen kannst und ganz Laufdeutschland nächstes Jahr mit 2 Super Marathons „überraschst“

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